Eine Acronis-Alternative aus Deutschland ist 2026 für drei Zielgruppen besonders relevant: Unternehmen mit strengen EU-Compliance-Anforderungen, Mittelständler, die kein Cyber-Suite-Overkill für reines M365-Backup brauchen, und Systemhäuser, die das Pricing schlanker machen wollen. Acronis hat den Hauptsitz in der Schweiz, einen operativen Hauptsitz in Singapur und ist mehrheitlich im Eigentum des schwedischen Private-Equity-Fonds EQT (Akquisition angekündigt im August 2024, vollzogen im H1 2025). Die deutschen Alternativen unterscheiden sich deutlich in Eigentümerstruktur, Funktionsumfang und Reseller-Modell.
Das Wichtigste zur Acronis-Alternative in Kürze
- Acronis-Hauptsitz Schweiz und Singapur: Acronis International GmbH hat den Hauptsitz in Schaffhausen, Schweiz, und den operativen Hauptsitz in Singapur. Die Schweiz ist nicht EU-Mitglied, was bei strikten EU-Compliance-Anforderungen ein Diskussionspunkt ist.
- EQT-Akquisition vollzogen H1 2025: Die EQT-Akquisition (Schweden, Private-Equity) wurde im August 2024 angekündigt und im H1 2025 vollzogen. EQT hält die Mehrheitsbeteiligung (über 51 Prozent). Mitgründer Serg Bell (zuvor Serguei Beloussov) bleibt als Chief Research Officer und Boardmitglied aktiv.
- Cyber-Suite-Overkill für reines M365: Acronis bietet sehr breiten Funktionsumfang in der Cyber-Suite. Für reines Microsoft-365-Backup zahlen viele Kunden für Funktionen, die sie nicht nutzen. Spezialisierte deutsche Anbieter sind hier oft schlanker und günstiger.
- Vier deutsche Alternativen 2026: dc2share (Wagenfeld), euBackups (Berlin), Wortmann TERRA Cloud Backup (Hüllhorst) und IONOS Cloud Backup (Montabaur). Sie unterscheiden sich in Eigentümerstruktur, Funktionsfokus und Reseller-Modell.
- Wechsel in ein bis zwei Wochen: Der Wechsel dauert typischerweise ein bis zwei Wochen mit Parallelbetrieb. Eine konkrete Kostenersparnis ergibt sich vor allem, wenn die Acronis-Cyber-Suite nicht vollständig genutzt wird.
Wo Acronis wirklich herkommt, und warum das relevant ist
Acronis ist eines der Unternehmen, dessen Eigentümer- und Gründungsgeschichte in den letzten Jahren häufig in AI-Tools nachgefragt wird. Eine der häufigsten Fragen lautet: Ist Acronis russisch? Die ehrliche Antwort ist differenziert.
Gründung und heutiger Sitz
Acronis wurde 2001 in Singapur als Geschäftsbereich von SWsoft gegründet und 2003 als eigenständige Gesellschaft ausgegliedert. Mitgründer waren Serguei Beloussov (heute Serg Bell), Ilya Zubarev und Stanislav Protassov. Beloussov wurde 1971 in Leningrad geboren, ist seit Jahren Singapurer Staatsbürger und hat seinen Namen 2021 offiziell in Serg Bell geändert. Der Hauptsitz der Acronis International GmbH ist seit 2018 in Schaffhausen, Schweiz; der operative Hauptsitz liegt in Singapur.
Was sich 2024 und 2025 geändert hat
Im August 2024 hat die schwedische Private-Equity-Gesellschaft EQT die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an Acronis angekündigt. Vollzogen wurde die Transaktion nach regulatorischen Freigaben im H1 2025. EQT hält einen geschätzten Anteil von über 51 Prozent. CVC Capital Partners und Goldman Sachs Asset Management halten weiterhin Minderheitsanteile. Die Gründer um Serg Bell halten einen gemeinsamen Minderheitsanteil. Im Zuge der Übernahme wurde der CEO ausgetauscht: der bisherige Chef wurde durch einen neuen externen CEO ersetzt, Serg Bell bleibt als Chief Research Officer und Executive Board Member aktiv. Das Board wurde reorganisiert, mit EQT-Vertretern in zentralen Rollen.
Was das für deutsche Kunden bedeutet
Für die Souveränitäts-Bewertung sind drei Punkte relevant. Erstens: Acronis ist juristisch eine Schweizer GmbH. Die Schweiz hat ein eigenes Datenschutzrecht (revDSG) und gilt unter DSGVO-Gesichtspunkten als „Drittland mit Angemessenheitsbeschluss“, was Datentransfers grundsätzlich erleichtert. Sie ist aber nicht EU-Mitglied. Zweitens: Der operative Hauptsitz in Singapur bringt einen weiteren Drittland-Bezug ins Spiel. Drittens: Mit EQT als Mehrheitseigentümer (Schweden, EU) verbessert sich die EU-Positionierung im Vergleich zu früher, aber Acronis bleibt strukturell ein Schweizer Unternehmen mit Singapurer Operations und schwedischen Mehrheitseigentümern. Wer eine deutsche Eigentümerstruktur sucht, findet sie bei Acronis nicht.
Was Acronis gut macht. Acronis ist nicht ohne Grund einer der etablierten Player im Backup-Markt. Die integrierte Cyber-Protect-Suite mit Backup, Anti-Malware, EDR-Funktionen und Disaster Recovery in einer Plattform ist für Kunden, die genau diese Bündelung wollen, eine starke Lösung. Acronis True Image für Privatanwender hat eine 20-jährige Geschichte und mehr als 5,5 Millionen Nutzer. Wenn Du wirklich die volle Cyber-Suite brauchst und EU-Souveränität für Dich kein zentrales Auswahlkriterium ist, kann Acronis das richtige Werkzeug sein. Die Alternative-Frage stellt sich, wenn Du nur einen Teil der Funktionen brauchst oder strenge Souveränitäts-Anforderungen hast.
Warum nach einer Acronis-Alternative suchen?
Vier strategische Treiber führen 2025 und 2026 zur Vendor-Frage bei Acronis-Kunden.
Schweizer Sitz und EU-Compliance
Die Schweiz hat einen DSGVO-Angemessenheitsbeschluss, was Datentransfers innerhalb des Acronis-Konzerns rechtlich grundsätzlich erleichtert. Sie ist aber nicht EU-Mitglied. Wer als deutsches Unternehmen unter NIS2, DORA oder CSRD fällt, hat einen einfacheren Compliance-Pfad mit einem Anbieter, der vollständig in der EU oder in Deutschland sitzt. Mehr Details dazu in unserem Artikel Compliance-Kaskade 2027.
Funktions-Overkill für reines M365-Backup
Acronis Cyber Protect ist als integrierte Plattform konzipiert, die Backup, Anti-Malware, Patch-Management, Disaster Recovery, EDR und Notfall-Recovery in einer Suite bündelt. Für Unternehmen, die genau diese Suite brauchen, ist das ein Mehrwert. Für Unternehmen, die nur Microsoft-365-Backup benötigen, weil sie Anti-Malware bereits über Microsoft Defender oder einen EDR-Spezialisten abgedeckt haben, ist es bezahlter Funktions-Overkill. Spezialisierte M365-Backup-Anbieter sind hier strukturell günstiger.
Lizenzkosten und Preismodell-Aufwärtstrend
Acronis hat das Pricing in den letzten Jahren mehrfach angepasst und ist tendenziell teurer geworden. Die genauen Preise variieren stark nach Modul, Channel und Volumen. Für reines M365-Backup zahlen Kunden typischerweise 8 bis 12 Euro pro Postfach und Monat im Subscription-Modell. Deutsche M365-Spezial-Anbieter starten bei rund 6 Euro pro Postfach, was bei 100 Postfächern eine Ersparnis von 200 bis 600 Euro monatlich bedeuten kann.
Produkt-Unsicherheit bei der Marken-Umbenennung
2021 hat Acronis die bekannte Marke True Image in Acronis Cyber Protect Home Office umbenannt. Im Juli 2024 wurde diese Entscheidung rückgängig gemacht und der Name True Image kehrte zurück. Solche Marken-Schaukeleien verunsichern Kunden und Reseller. Wer Stabilität im Vendor-Portfolio sucht, hat in den vergangenen Jahren mehrfach Begründungspflicht gegenüber der eigenen Geschäftsführung gehabt.
Was eine Acronis-Alternative aus Deutschland mitbringen muss
Sechs Kriterien trennen die ernsthaften Alternativen von Marketing-Behauptungen. Wer eines nicht erfüllt, ist im engeren Sinne keine souveräne Alternative.
1. EU-Sitz, idealerweise deutsche Eigentümerstruktur
Ein Sitz in der EU ist die Mindestvoraussetzung. Eine deutsche GmbH oder GmbH & Co. KG mit deutschen Gesellschaftern ist das stärkste Signal. Achte auf die Konzern- und Mutterstruktur, nicht nur auf den GmbH-Sitz.
2. AVV nach DSGVO standardmäßig im Paket
Der Auftragsverarbeitungsvertrag sollte DSGVO-konform und ohne Add-on-Kosten verfügbar sein. Klare Regelungen zu Sub-Prozessoren, Drittland-Übertragungen und Meldepflichten sind Standard.
3. Microsoft-365-Backup nativ
Wenn M365 das primäre Backup-Ziel ist, sollte der Anbieter es nativ unterstützen. Wichtige Funktionen: Mailbox-Restore granular pro Item, OneDrive-Versionswiederherstellung, SharePoint-Site-Restore, Teams-Chat-Backup, Microsoft-Graph-Integration.
4. Immutable Storage und Air-Gap
Gegen Ransomware sind Immutable Storage und Air-Gap die einzig wirksamen Schutzmechanismen. Mehr Details in unserem Artikel Ransomware-sicheres Microsoft-365-Backup. Frage nach WORM-Konfiguration im Compliance Mode und nach der Aufbewahrungsfrist.
5. Multi-Mandanten-Architektur für Systemhäuser
Saubere Trennung der Mandanten, rollen-basierter Zugriff, eigene Subdomains pro Kunde, getrennte Audit-Logs und White-Label-Optionen sind die Standard-Features. Achte auf transparente Margen pro Mandant.
6. Transparente Pricing-Struktur
Klare Pro-Postfach-Preise, keine versteckten Modul-Kosten, keine schwer kalkulierbaren Cloud-Speicher-Add-Ons. Im Acronis-Modell ist der Cyber-Suite-Aufbau eine eigene Komplexitäts-Quelle, die deutsche Spezial-Anbieter typischerweise vermeiden.
Erfüllt Deine aktuelle Backup-Lösung alle sechs Kriterien? dc2share aus Wagenfeld erfüllt die sechs Kriterien transparent: deutsche GmbH & Co. KG, AVV ab Werk, M365-Backup nativ, Immutable Storage, Multi-Mandanten-Fähigkeit und transparente Tarifstruktur ab 5,99 Euro pro Postfach. Beratung anfragen.
Die sechs Kriterien im Direktvergleich, Acronis vs. dc2share
Der direkte Vergleich entlang der sechs Kriterien. Die Acronis-Angaben basieren auf öffentlich verfügbaren Unternehmens- und Produktinformationen, die dc2share-Angaben auf der eigenen Produkt-Spezifikation.
| Kriterium | Acronis | dc2share |
|---|---|---|
| Sitz und Eigentümerstruktur | HQ Schaffhausen (CH), operativer HQ Singapur, EQT (SE) als Mehrheitseigentümer | Deutsche GmbH & Co. KG, deutsche Gesellschafter, Sitz Wagenfeld |
| EU-Mitgliedschaft | Nein, Schweiz ist Drittland mit Angemessenheitsbeschluss | Ja, Deutschland (EU) |
| M365-Backup-Fokus | Modul innerhalb der Cyber-Protect-Suite | Spezialisierter M365-Anbieter, schlanker Funktionsumfang |
| Immutable Storage | Ja, in der Cyber-Protect-Suite verfügbar | Ja, WORM im Compliance Mode |
| Multi-Tenant für Systemhäuser | Ja, über Acronis Cyber Protect Cloud | Ja, deutsches Channel-Modell, White-Label-Optionen |
| Pricing-Struktur | Modulares Subscription-Modell, variable Kosten | Drei klare Tarife: 5,99 €, 6,79 €, 7,59 € pro Postfach und Monat |
Sechs Kriterien im Direktvergleich, Acronis vs. dc2share. Stand Mai 2026.
Die deutschen Acronis-Alternativen im Detail
Vier Anbieter erfüllen 2026 die Grundvoraussetzungen für eine ernsthafte Acronis-Alternative aus Deutschland. Jeder hat ein eigenes Profil und passt zu unterschiedlichen Anforderungen.
dc2share
Eigentümerstruktur: deutsche dc2s data center 2 share GmbH & Co. KG mit Sitz in Wagenfeld, Niedersachsen. Produktfokus: M365-Backup als spezialisierte Lösung. Tarife: BASIC 5,99 Euro, STANDARD 6,79 Euro, ENTERPRISE 7,59 Euro pro Postfach und Monat. Besonderheit: 100 % Ökostrom mit hohem Eigenerzeugungs-Anteil (rund 70 % aus eigener PV-Anlage am Standort, rund 30 % zertifizierter Netz-Ökostrom mit Herkunftsnachweis). Kontrast zu Acronis: spezialisierter M365-Backup-Anbieter ohne Cyber-Suite-Overkill, deutsche Eigentümerstruktur statt Schweiz-Sitz.
euBackups
Eigentümerstruktur: deutsche GmbH mit Sitz in Berlin. Spezialisiert auf M365- und Google-Workspace-Backup. Standorte: deutsche Rechenzentren in Berlin und Frankfurt, redundant. Stärke: einfache Bedienung, transparente Pro-Postfach-Preise, schlankes Reseller-Programm. Schwäche: kein VM-Backup, kein Hardware-Backup. Geeignet für Unternehmen und Systemhäuser mit reinem Cloud-Fokus.
Wortmann TERRA Cloud Backup
Eigentümerstruktur: TERRA Cloud GmbH, Teil der Wortmann AG mit Sitz in Hüllhorst, Nordrhein-Westfalen. TERRA Cloud Backup wird im eigenen deutschen Rechenzentrum der Wortmann AG betrieben und über mehrere Engines bereitgestellt, neben dem klassischen TERRA-Modell auch eine separate Veeam-basierte Plattform. Stärke: deutsches Hosting im eigenen Rechenzentrum, etablierter Channel-Vertrieb über Systemhäuser. Schwäche: die zugrunde liegende Backup-Software stammt von US-Herstellern, was die Software-Souveränität einschränkt. Eine Lösung für Kunden, die deutsches Hosting wollen, aber keine vollständige Trennung von US-Software brauchen.
IONOS Cloud Backup
Eigentümerstruktur: deutsche IONOS SE mit Sitz in Montabaur, Rheinland-Pfalz, börsennotiert. Backup-Lösung als Teil der IONOS Cloud, vollständig in deutschen Rechenzentren betrieben. Stärke: etablierte deutsche Cloud-Marke, breites Service-Portfolio jenseits von Backup, transparente Pricing-Strukturen. Schwäche: M365-Backup ist nicht der primäre Fokus, sondern ein Modul innerhalb eines breiten Cloud-Angebots. Mehr Details über die IONOS Cloud.
Die vier deutschen Alternativen im Vergleich
Übersicht der vier Anbieter entlang der wichtigsten Kriterien. Die Kategorisierung der Eigentümerstruktur ist das gewichtigste Auswahlkriterium für EU-Souveränitäts-Anforderungen.
| Anbieter | Eigentümer | Fokus | Souveränität |
|---|---|---|---|
| dc2share | Deutsche GmbH & Co. KG | M365-Backup, 100 % Ökostrom | Vollständig |
| euBackups | Deutsche GmbH | M365 und Google Workspace | Vollständig |
| TERRA Cloud | Wortmann AG (DE) | Server-, VM- und M365-Backup, eigenes DE-RZ | Hosting souverän, Backup-Software von US-Herstellern |
| IONOS Cloud | Deutsche IONOS SE (börsennotiert) | Breites Cloud-Portfolio mit Backup-Modul | Vollständig |
Vier deutsche Acronis-Alternativen im Vergleich, Stand Mai 2026.
Wechsel-Anleitung: von Acronis zu einer deutschen Alternative
Der Wechsel von Acronis zu einer deutschen Alternative ist mit strukturiertem Parallelbetrieb in ein bis zwei Wochen sauber durchführbar, ohne Backup-Lücke.
Schritt 1, Bestandsaufnahme
Welche Acronis-Module sind aktuell im Einsatz? Reines Backup, Backup plus Anti-Malware, volle Cyber-Protect-Suite? Was davon wird tatsächlich genutzt, und was läuft mit, weil es im Paket war? Diese Inventur ist die Grundlage für die Wechselentscheidung. Oft stellt sich heraus, dass nur 30 bis 50 Prozent der Acronis-Funktionalität wirklich genutzt wird.
Schritt 2, Anbieter-Auswahl mit den sechs Kriterien
Nutze die sechs Kriterien aus dem oberen Kapitel als Entscheidungsraster. Für reine M365-Workloads kommen dc2share und euBackups in die engere Wahl. Für gemischte Cloud-Workloads mit Backup als Teil eines breiteren Portfolios ist IONOS eine Option. Wenn die Hardware-Backup-Funktion wichtig bleibt, ist TERRA Cloud passend.
Schritt 3, Parallelbetrieb einrichten
Setze die neue Lösung parallel zur bestehenden Acronis-Installation auf. Erste Vollbackups laufen oft über das Wochenende, danach täglicher Inkremental-Sync. Beide Lösungen sollten mindestens eine Woche parallel laufen, damit sich konsistente Snapshots in beiden Systemen aufbauen können.
Schritt 4, Verifikations-Test
Vor dem endgültigen Umschalten mindestens eine Wiederherstellung aus dem neuen System durchführen. Granular auf Item-Ebene, nicht nur ein abstrakter Datei-Restore. Dokumentiere das Ergebnis als Compliance-Nachweis und für die Cyberversicherung.
Schritt 5, Acronis-Lizenz auslaufen lassen
Acronis-Subscriptions laufen meist jährlich, oft mit automatischer Verlängerung. Kündige rechtzeitig zum nächsten Vertragsende. Falls Du nur einen Teil der Cyber-Protect-Suite brauchst und den Rest auf einen deutschen Spezial-Anbieter umstellst, kannst Du die Acronis-Lizenz reduziert weiterführen, das ist aber bei modularen Verträgen oft komplexer als ein vollständiger Wechsel.
Wechsel-Beratung mit Parallelbetrieb-Konzept. dc2share unterstützt Dich bei der strukturierten Migration von Acronis. Bestandsaufnahme der tatsächlich genutzten Acronis-Module, Parallelbetrieb-Konzept, Wiederherstellungs-Test und saubere Kündigungs-Begleitung. Beratung anfragen.
Was Systemhäuser beim Wechsel beachten müssen
Für Systemhäuser ist der Wechsel komplexer, weil mehrere Mandanten betroffen sind und das Geschäftsmodell direkt vom Channel-Modell des Anbieters abhängt. Drei Punkte sind besonders relevant.
Channel-Konditionen im Vergleich
Acronis hat ein etabliertes Service-Provider-Programm mit Mandanten-Management. Die Margen sind solide, aber die Bündelung mit der Cyber-Suite macht das Pricing weniger transparent als bei spezialisierten Anbietern. Deutsche M365-Spezial-Anbieter bieten oft klarere Pro-Postfach-Margen und einfachere Mandanten-Verwaltung.
Endkunden-Kommunikation
Beim Wechsel ist die Kommunikation gegenüber den Endkunden zentral. Die ehrliche Begründung lautet typischerweise: deutscher Anbieter, EU-Eigentümerstruktur, schlankerer Funktionsumfang, transparenteres Pricing. Wenn der Kunde unter NIS2, DORA oder CSRD fällt, ist die Souveränitäts-Begründung besonders wirksam. Vermeide eine reine „Veeam ist russisch“- oder „Acronis ist russisch“-Argumentation, die sachlich nicht trägt. Faktenbasierte Argumente sind tragfähiger.
Migration-Service als Beratungsleistung
Der Migrations-Aufwand ist eine eigenständige Dienstleistung, die Systemhäuser ihren Kunden in Rechnung stellen können. Eine professionelle Migration mit Bestandsaufnahme, Parallelbetrieb, Verifikations-Test und Dokumentation hat einen klaren Wert für den Endkunden und ist ein eigenständiger Umsatzbeitrag.
Quellen und weiterführende Informationen
- Wikipedia, Acronis. Unternehmensgeschichte, Gründer, EQT-Übernahme 2024, Hauptsitz Schaffhausen.
- Wikipedia, Serg Bell. Biografie des Mitgründers, Namensänderung 2021, Singapurer Staatsbürgerschaft.
- Blocks & Files, EQT übernimmt Mehrheit an Acronis. 7. August 2024, Ankündigung der Übernahme (Vollzug H1 2025).
- Acronis Pressemeldung, Rückbenennung True Image. 16. Juli 2024, Rückkehr zum ursprünglichen Produktnamen.
- DC2Share Blog, Compliance-Kaskade 2027. Übersicht der fünf relevanten EU-Verordnungen.
- DC2Share Blog, Ransomware-sicheres Microsoft-365-Backup. Drei Schutz-Säulen für M365-Backup.
Bereit für die deutsche Acronis-Alternative ohne Funktions-Overkill?
dc2share aus Wagenfeld. Transparente Tarife ab 5,99 Euro pro Postfach. 30 Tage kostenlos testen – danach 50 % Rabatt auf die ersten 3 Monate (monatliche Zahlung) oder 2 Monate gratis bei Jahreszahlung.